Biografie

Das Herz, der Kompass und Erfolgsfaktor Nummer 1

Der Weg ist das Ziel und die herzbasierte Richtung entscheidend. Herzimpulse sind immer aktuell und zeigen jedem Menschen individuell die lebensbejahende Richtung. Alles andere wird das Leben offenbaren und so phänomenal organisieren, wie wir es mit dem Verstand niemals tun könnten. Die mangelbasierten Fragen «Warum» und «Wieso» entlarven das Ego und verlieren an Bedeutung im tiefen Vertrauen, dass das Leben die Antworten und Lernprozesse zum richtigen Zeitpunkt bereit stellen wird. So dass es zu unserem höchsten göttlichen Wohl und somit auch dem Wohle aller dient.

Werdegang als Künstlerin, Autorin, Leichtathletin, Naturheilpraktikerin

Werdegang als Künstlerin (seit 2021)

Das Malen begeisterte mich bereits als Kind. In der 3. Mädchensekundarschule (1988) beschenkte mich eine Lehrerin völlig überraschend mit ein paar Tuben Acrylfarbe. Als Gegenleistung musste ich ihr ein Bild malen. Damit begann eine Talent sich zu entfalten. Noch am selben Abend malte ich ihr auf ein gehobeltes Holzbrett naturgetreu das Matterhorn im Herbst. Es folgten einige unterschiedliche Bilder, auch Stilleben. Dennoch fand ich das naturgetreue Malen etwas “langweilig”. Meine Mutter erkannte das Talent und meldete mich an irgendeiner Kunstschule in Zürich für einen Fernkurs an. So durfte ich jede Woche eine Arbeit abliefern. Es begann mit Kohlezeichnungen, was für mich als 15-Jährige damals sehr ungewohnt war. Zudem war dieses auf Kommando Arbeiten abzuliefern ungewohnt und nach wenigen Wochen malte ich wieder frei und ohne Schulung. Wenige Monate später endete diese erste Malphase mit dem Praktikumsjahr im Tessin. Fortan begeisterten mich der Beruf und der Sport und äusserte folgende Aussage zu meiner Mutter: “Malen kann ich noch wenn ich alt bin”. Zu diesem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, wieviele Höhen und Tiefen ich privat und in all meinen Tätigkeitsbereichen noch erleben würde, bis ich Zeit und Raum bekomme, diese künstlerische Berufung wirklich zu leben.

2. Phase 2004

16 Jahre später, nach den Geburten meiner Kinder 2001 und 2003 war offen, ob ich nochmals in den Leistungssport einsteigen würde oder einen anderen Ausgleich fand. So begann ich auf dem Bügelbrett erneut mit Malen, während dessen am Boden zwei Kleinkinder spielten. Zu jener Zeit musste Christina noch während Jahren rund um die Uhr per Magensonde ernährt werden. Nebst dem eigenen Holzbaubetrieb und dem herausfordernden Alltag mit den Kindern, war es definitiv nicht der richtige Zeitpunkt, um das Malen zu entfalten. Diese Phase endete bereits nach fünf gemalten Bildern wieder. Mit dem Sport in der freien Natur fühlte ich mich zu jenem Zeitpunkt deutlich ausgeglichener und stieg sogar nochmals für viele Jahre erfolgreich im Leistungssport ein. Genauso schnell wie das Malen zu jenem Zeitpunkt wieder völlig in den Hintergrund trat, entfaltet es sich nochmals 17 Jahre später, in meinem aktuell 50. Lebensjahr.

    Acryl auf Leinwand 2004     60 x 60 cm   Privatbesitz

3. Phase 2021

Anfang 2021 stehen die Kinder (18 und 20) nun sehr eigenständig in ihrem Berufsleben. Und mein aktuelles Leben als Autorin und Lebenscoach wird von einer Minute auf die andere ergänzt mit der Entfaltung der Acryl-Malerei. Auslöser war ein wichtiger persönlicher Transformationsschritt Ende Februar 2021, der soviel innere Befreiung auslöste und einer inneren Gewissheit Raum verlieh, dass es Zeit war, diese Bestimmung zu leben. Gleichsam machte sich eine unglaubliche Begeisterung und Schaffenkraft für die Acryl-Malerei bereit. Insbesondere in Kombination mit dem Schreiben. Der entscheidende Unterschied zu früheren Malphasen: mit dieser Berufung scheint eine klare Lebensaufgabe verbunden, die man mit zwei Begriffen umschreiben kann: Herzöffnung und Erdung und damit Entfaltung des eigenen phänomenalen Potenzials, das in jedem einzelnen Menschen steckt.

Es begeistert mich, leichte und feine Farbfrequenzen zu kombinieren mit Gold.  Das Gold symbolisiert die innere Fülle, steht für das phänomenale Potenzial eines jeden Menschen, welches wir durch die gelebte Liebe (alle Formen von ausgestrahlter positiver Energie) Schritt für Schritt zunehmend entfalten. Gleichsam findet die Erdung in Form von Strukturen aus der Natur oder als erdende Farben Raum in jedem Bild.

 

Werdegang als Autorin (seit 2017)

Die aussergewöhnliche Lebensgeschichte unserer Tochter Christina und ihrer verstorbenen Zwillingsschwester Elena hat mich 2015 zum Schreiben bewogen. Die Christina-Bücher beschreiben, was es heisst, ein Kind mit einem stark erweiterten Bewusstsein zu begleiten und damit verbunden mit unzähligen Fähigkeiten und Potenzialen des Menschseins konfrontiert zu werden. Natürliche Potenziale, die die meisten Menschen vergessen haben. Da prallen Hochsensitivität, Neuropsychologie, Quantenphysik und tiefes spirituelles Wissen aufeinander, klar vernetzt in unsere aktuelle Zeit des Bewusstseinswandels. Die Evolution des Bewusstseins in allen Formen und Fassetten erlebt und detailliert beschrieben von Autorin und Betroffener. Es war meine Bestimmung, die ersten beiden Christina Bände 1 und 2 (2017 und 2018) zu veröffentlichen. Heute sind die aussergewöhnlich erfolgreichen Bücher in 12 Sprachen übersetzt. Auf Anraten unseres Verlegers haben Christina und ich 2017 ein neutrales und dennoch nicht identitätsverschleierndes Pseudonym “…von Dreien” angenommen, welches ich heute auch als Künstlerin verwende.

Seit der Volljährigkeit von Christina im Jahr 2019, arbeiten wir beide als unabhängige Autoren und beide publizierten im Jahr 2019 erneut ein Buch. Während Christina mit dem Govinda Verlag Band 3 ihrer Buchreihe herausgibt, ist es meine Bestimmung, mich noch tiefer mit der Ethik des Menschseins zu beschäftigen. Daraus ist das Buch HERZ-ETHIK entstanden. Mit dieser Publikation verlasse ich 2019 im gegenseitigen Einverständnis und innerer Stimmigkeit den Govinda Verlag. Umgehend wurde mir in dieser Zeit ein neuer Lektor zugeführt und Monate später auch ein neuer Verlag. HERZ-ETHIK wird im Dezember 20219 durch den neu gegründeten Licht-Herz Verlag in Zürich publiziert.

 

Werdegang als Leichtathletin (1990 – 2015)

Erste Phase 1990 bis 2000

Vielseitige Bewegung in der freien Natur wurde mir bereits als Kind mitgegeben. Nicht sportspezifisch, sondern in Form von einem täglichen 8 km langen Schulweg und vielseitiger physischer Arbeit auf dem Landwirtschaftsbetrieb meiner Eltern. Als Jugendliche liebte ich den Schulsport, die Turndisziplinen, das Skifahren und entdeckte auch das Talent im Langstreckenlauf. Doch als 7. von 8. Kindern durfte ich keinem Sport nachgehen. Erst als 15-Jährige eröffnete sich (endlich) die Möglichkeit, einmal pro Woche in der Läuferriege Mosnang ein Training absolvieren. Und so kam ich mit grosser Begeisterung auch zu den nationalen Lauf-Nachwuchsprojekten. Mit zwei unprofessionellen Trainings pro Woche konnte ich mit den Schnellsten meiner Altersklasse mithalten, gewann sogar ein Nachwuchsprojekt. Das bescherte mir in diesen jungen Jahren als völlig unerfahrene Athletin zwei mal einen Startplatz im Vorprogramm des Diamand League Meeting in Lausanne, einmal am Diamand League Meeting in Zürich und Brüssel über die 3000m. Damals noch ohne Bahntrainings und so fühlte ich mich nicht richtig wohl an Bahnwettkämpfen. Auf Brüssel verzichtete ich damals zugunsten eines schon lange geplanten Rock’n Roll Auftrittes mit meinem Partner. Darauf folgte die Entscheidung, in Zukunft dem Hobby Laufsport klare Priorität einzuräumen.

1991, als 19-Jährige, noch immer mit 2 Trainingseinheiten und ohne Trainer, nahm ich aus Eigeninitiative an den Cross Schweizermeisterschaften teil und lief überraschend auf Platz drei in einem top besetzten Juniorinnenfeld, was eigentlich die WM-Qualifikation bedeutet hätte. Allerdings fehlten die ganzen notwendigen Verbandsformalitäten im Vorfeld für eine WM-Selektion. Genauso unerfahren landete ich so bei meiner ersten Dopingkontrolle und ich wusste, es war Zeit, in Zukunft mein Hobby mit mehr Professionalität zu betreiben. In der Folge sammelte ich Erfahrungen bei den beiden Mittelstreckenvereinen LC Brühl in St.Gallen, danach kurz beim KTV Bütschwil. Doch für eine geborene Langstreckenläuferin fand ich an beiden Orten keine idealen Trainingsvoraussetzungen und Trainingspartner.

Erst 1995, mit 22, wechselte ich meine Lizenz zum LC Uzwil, einer Langstreckler-Hochburg. Da stimmte einfach alles, das grosse Langstreckenteam mit seinem damaligen Erfolgstrainer hatte bereits zwei Schweizermeister im Team und einige Marathonläufer, die den Marathon unter 2:30 liefen. Für heutige Verhältnisse schon fast undenkbar, dass in einem einzigen Laufsportverein so viele schnelle Marathonläufer präsent sind. Ich lernte in kürzester Zeit so unglaublich viel von erfahrenen Läufern, nur eines musste ich noch lernen: viele, viele Kilometer laufen. Der LC Uzwil wurde während den folgenden 20 Jahren zu meiner Trainingsfamilie und ich hatte auf allen Distanzen gleich mehrere passende Trainingspartner. Aus drei Trainings (womit ich den Halbmarathon in 1:24 absolvierte) wurden nun fünf Einheiten pro Woche und die Bestzeiten wurden Jahr für Jahr besser. Zwei Jahre später, 1996, lief ich den Halbmarathon bereits in 1:16. Doch meine Traum war die Marathondistanz, ich fühlte klar, dass das meine Lieblingsdisziplin war.

1997 erlebte ich als 25-Jährige medizinische Praxisassistentin im Vollpensum ein bewegendes Jahr. Gerade hatten wir das eigene Eigenheim fertiggestellt, erfüllt sich mein damaliger Ehemann den Traum eines eigenen Holzbaubetriebes. Für mich hiess dies, ich musste mich noch in ein völlig neues Gewerbe einarbeiten. Das fühlte sich alles stimmig an, war jedoch mit unglaublich viel Arbeitseinsatz verbunden. Bei alle dem hatte ich im Herbst dieses Jahres den starken Drang, nun endlich den ersten Marathon laufen zu dürfen. Und so lief ich eher gegen den Willen meines Trainers , mit 70 Wochenkilometer Training, die Elite-Marathonschweizermeisterschaft bei strömendem Regen und 8° C. Während dieses Rennens fühlte ich mich so zu Hause auf dieser Distanz, sodass die widrigen äusseren Umstände keine Rolle spielten. Es wurde ein Marathonsieg einer Debütantin und ein Schweizermeistertitel ohne Pacemaker im Alleingang in 2:44 (int. WM Limite 2:43:00). Ich war mit 25 Jahren bei meiner Lieblingsdisziplin angekommen. Denn gerade auf der Marathondistanz ist so vieles nicht planbar und man wird so oft mit den persönlichen unvorteilhaften mentalen Negativprogrammen konfrontiert. Umso schöner, wenn die negativen Denkprogramme durch positive Gedanken nachhaltig aufgelöst werden können. Im Leistungssport geht es einerseits um das körperliche Training, vielmehr aber um die  positive innere Entwicklung. Erst die innere Entwicklung lässt die äussere physische Entwicklung zu und lässt die vermeintlichen Grenzen überschreiten, macht Unmögliches möglich.

Gerade mit diesem ersten Schweizermeistertitel 1997 über die Marathondistanz kam von aussen soviel Neues auf mich zu und es war nicht einfach, meinen inneren Impulsen zu folgen. Gleichzeitig florierte das eigene Geschäft und die Erholung kam definitiv zu kurz.  Gerade der unglaubliche Erwartungsdruck vor den Schweizermeisterschaften 1998, ein Jahr später, liess mich scheitern. Ich verpasste knapp die Halbmarathon-WM Qualifikation und die Marathonmeisterschaften konnte ich aufgrund von Magenbeschwerden nicht zu Ende laufen. Und ich entschied mich, per 1999 mein Pensum als Med. Praxisassistentin auf 50% zu reduzieren. So blieb auch genügend Zeit für die Büroarbeiten unseres Holzbaubetriebes, Haus und Garten. Zudem machte ich es mir zur Gewohnheit, gerade über den Winter wettkampfreie Monate einzuplanen, um mich in Ruhe auf grosse Taten vorzubereiten. Das zahlte sich umgehend aus und im Frühjahr 1999 lief ich mit grosser Ueberzeugung und innerer Sicherheit lediglich drei Rennen, drei Schweizermeisterschaften, die alle sehr erfolgreich endeten: Gold über die Marathon Distanz in 2:40 (WM Limite 2:43.00), Silber über die Halbmarathondistanz und Bronze im Cross. Im Herbst dieses Jahres freute ich mich riesig auf den ersten internationalen Städtemarathon in Amsterdam und erreichte nach einem mässigen Rennen im Elitefeld Platz 5. Aus sportlicher Sicht standen zu jenem Zeitpunkt viele Türen offen.

Doch das Schicksal, bzw. meine Seele hatte für dieses Leben wohl noch andere Farbtupfer und Lernprozesse eingeplant. Nach erst 3 gelaufenen Marathons schien die ganze Sportkarriere vorbei. Im November 1999, einen Monat nach dem Amsterdam Marathon, wurden wir in einen Autounfall mit einem betrunkenen Fahrer verwickelt, was für mich mehrere Wochen Spitalaufenthalt zur Folge hatte. An Wettkämpfe war im Olympiajahr 2000 nicht zu denken. Noch Monate litt ich an z.T. massiven neurologischen Ausfällen und mein Leben nahm in dieser Zeit eine komplette Wende. Bewusst zog ich mich im Jahr 2000 vom ganzen Sportgeschehen zurück. Vermied so unerwünschte Zugzwänge auf dem Weg meiner Genesung und der stille Wunsch nach einer Babypause war sehr präsent. In dieser Zeit absolvierte ich nebenbei den Leichtathletiktrainer als Spitzensportler und wurde im Herbst 2000, als 29-Jährige, mit den Zwillingen schwanger. Im Sportkreis kam dies eher unerwartet und zum Teil sogar unverständlich an, doch mir bescherte die Schwangerschaft grosse Freude und innere Stimmigkeit, gefühlt war es einfach richtig und wichtig zu jenem Zeitpunkt. Jahre später würde ich ja von meiner Tochter Christina erfahren, dass das alles auf meinem Lebensweg eingeplant war und aus höherer Sicht nichts einfach dem Zufall überlassen wird.

Im Herbst 2000 begann so eine völlig neue Zeit mit einer Zwillings-Risikoschwangerschaft ohne Bewegung, begleitet von massiver Uebelkeit bis in den 5. Schwangerschaftsmonat. Liegend fühlte ich mich am wohlsten. Doch mit zunehmender Schwangerschaft ging es mir körperlich immer schlechter und es wurde ein Kampf ums Ueberleben. Am Karfreitagmorgen 2001 erwachte ich mit Wehen und wurde umgehend auf die Intensivstation des Kantonsspitals überführt. Unter Maximaldosen von Wehenhemmern, Antibiotika und Kortison machte mein Körper die Strapazen nicht lange mit und so erfolgte in der Osternacht 2001 ein Notkaiserschnitt. Die Zwillingsmädchen wurden  anfangs der 26. Schwangerschaftswoche zur Welt gebracht (Geburtsgewicht  570, bzw. 600 g). Bei mir folgte eine akute Sepsis mit der Gefahr eines Multiorganversagens.

Es folgten vier hochintensive Monate auf der Kinder-Intensivstation, mit zwei extremen Frühgebürtchen, die mit vielen Komplikationen ständig dem Tod näher als am Leben standen. Die unglaublich berührende Geschichte mit dem Tod von Elena und dem Leben eines hochbewussten Kindes haben wir mit dem Buch “Christina- Zwillinge als Licht geboren” veröffentlicht. So möchte ich an dieser Stelle auf die sehr vielschichtig tief berührende und horizonterweiternde Geschichte verzichten und mit meinem sportlichen Werdegang weiterfahren.

Während diesen vier Monaten wohnte ich in St.Gallen, 150 m von der Intensivstation entfernt. Mein Körper war durch die 6 Monate Schwangerschaft verändert und meine ganze Muskulatur war weg, ich war leichter als vor der Schwangerschaft und fühlte mich alles andere als fit. Die Muttermilch forderte zudem viel Energie und ich war froh, dass ich mich im Spital verpflegen durfte.

Dennoch, körperlich war am Anfang jedes Treppensteigen schon eine Herausforderung. Aber langsam schaffte ich es vom Kinderspital bis zu den berühmten drei Weiheren von St.Gallen, wo ich die herausfordernden Alltage der Intensivstation verarbeiten konnte. Eine Stunde Joggen ging schon nach wenigen Wochen wieder und ich fühlte mich sehr gut dabei. Doch das sportliche Umfeld wie Vereine, Trainingskollegen, Verband, Trainer, Ausrüster und Sponsoren waren weit weg. Ich stand gerade in einem komplett anderen Film und es war offen, wohin dieser Weg führte.

Zweite Phase nach der Geburt der Kinder

Der Sport wurde in Zukunft von der Familienkonstellation geprägt. Nach diesen 4 Monaten Intensivstation und dem Tod eines eignen Kindes, war ich auf jeden Fall frei von fixen Zukunftsvorstellungen, unfassbar dankbar für das was war und meine Aufmerksamkeit benötigte. Ohne allzusehr zu vermissen, was nicht mehr da war. Durch das künstliche Ernähren von Christina per Magensonde rund um die Uhr, war über Jahre an normale Tages- und Nachtabläufe nicht zu denken, somit auch nicht an Leistungssport. Die ersten Kinderjahre von Christina 2001-2007 liessen wegen Dauertherapien, Hospitalisationen aufgrund gesundheitlicher Rückschläge  keine geregelten Tages- und Nachtabläufe zu. Dennoch versuchte ich mich fit zu halten auf dem eigenen Laufband. Es begann eine Zeit ohne meinen bisherigen Trainer.

Die Anfrage eines Spitzenteams für den Gigathlon 2002 animierte mich, wieder etwas längere Einheiten zu absolvieren. Für diesen 7 Tage Wettkampf im Team of five quer durch die Schweiz, wurde ich täglich als Läuferin eingesetzt und lief mühelos täglich bis 35 km. Ich fühlte mich toll in dieser Woche und lief an der EXPO in Lausanne als 2. ins Ziel, was schlussendlich Platz drei für unser TopTeam bedeutete. Christina war im Wohnmobil die ganze Woche mit dabei, inkl. eine Freundin und Krankenschwester, die Christina nachts und während meiner Wettkämpfe betreute. Innerlich war ich wesentlich gelassener im Vergleich zu der Zeit als Athletin vor der Geburt und dem Tod von Elena. Ich war befreiter von alten Denkprogrammen, von negativen Handelsroutinen, die selbstsabotierend oder selbstlimitierend wirkten, oder ganz einfach nicht mehr wichtig waren. Alle Erfolge nach der Geburt der Kinder sah ich irgendwie als Zugabe. Gerade das schöne Erlebnis des 7-Tage Gigathlon zeigte mir auf, dass ich gerade durch Freude und Fokusierung auf das Wichtige auf meinem Lebensweg, mit sehr wenig effizientem Training doch ziemlich stark unterwegs war.

2003 wurde ich mit Mario schwanger und erlebte eine weitestgehend schöne und normale Schwangerschaft, joggte noch bis in den 6. Monat. Da mein Ehemann damals auch läuferisch tätig war, fand ich mich in der Zeit nach der 2. Schwangerschaft mit zwei Kleinkindern eher in der Trainerrolle und im Organisieren von Trainingslagern für Langstreckenläufer. Aber bereits ab 2005 lief ich mit ca. 60 Wochenkilometern an Elite Cross – und 10’000m Schweizermeisterschaften doch wieder aufs Podest. Auch die Halbmarathonzeit von 1.17 war 2005  für die gegebenen Umstände erstaunlich.  Das liess hoffen und zeigte klar, dass noch viel mehr möglich war. Doch Christina war immer noch an der Sonde und zu diesem Zeitpunkt war auch mein Partner während Jahren gesundheitlich angeschlagen.

2006 hatte ich die Qualifikation für die Berglauf-WM in Neuseeland geschafft und bekam als Nummer 2 in der schweizer Marathonbestenliste ein Aufgebot für den Marathon in der Hauptstadt Nordkoreas. Doch dies und auch der Marathon-Start in Australien, womit der ganzen Familie ein 3-wöchiges Engagement offeriert wurde, musste ich ablehnen. Als Athletin freut man sich natürlich über solche Chancen. Doch als Mutter und Geschäftsfrau in der damaligen Familienkonstellation war an einen Start im Ausland nicht zu denken. Erst 2007 kam Christina von der Sonde weg und für mich gab es langsam mehr Freiheiten und vor allem auch an ruhigere Nächte. Ab 2007 war ich mit einem Wochenpensum von ca. um 70 km unterwegs und damit folgte nun der erfolgreiche Einstieg an den Berglauf-Europa- und Weltmeisterschaften. Die nationalen und internationalen Individual- sowie Team-Erfolge bis zu meinem Rücktritt 2015 sind im  Menüpunkt Sport aufgelistet.

Als Sportlerin war ich nie Profi, habe mich nie als solche identifiziert. Der bescheidene Trainingsumfang war auch ein Aspekt, warum ich über die ganzen Jahre kaum an Verletzungen litt. Ein anderer war die innere Gelassenheit und Bodenständigkeit. Ich fühlte mich immer erfüllt durch vielseitige Tätigkeiten in Familie, Beruf und Sport. Auch wenn es äusserlich oftmals auf vielschichtig unglaublich anstrengend und herausfordernd war, es war innerlich stimmig und hat mich auf verschiedenen Ebenen des Menschseins weitergebracht. Ende 2014 fühlte ich klar, dass in meinem Leben noch andere Aufgaben warteten und ich gab zu Beginn der Saison 2015 meinen Rücktritt vom Wettkampfsport per Ende 2015 bekannt. Zu dieser Zeit war ich als Alleinerziehende im zweiten Jahr der Ausbildung zum Naturheilpraktiker und das Schreiben begann. So verabschiedete ich mich während einer Saison bewusst von meinen Lieblingswettkämpfen und vielen Laufsportfreunden, Veranstaltern, Sponsoren. Es ist auch schön und erfüllend, etwas Geliebtes loszulassen, um Neuem Raum zu geben, auch wenn man noch nicht weiss, wohin die Reise geht. Meine Tätigkeit im Trio in der Leitung des Berglaufkaders von Swiss Athletics führte ich noch bis 2018 weiter. Verabschiedete mich davon nach 10 lehrreichen Jahren.

 

Beruflicher Werdegang als Med. Praxisassistentin (1989-2001) und Naturheilpraktikerin (2013-2018)

Als 7. von 8 Kindern erlebte ich eine schöne, aber arbeitsreiche Kindheit auf dem elterlichen Landwirtschaftsbetrieb. Das schulische Lernen bereitete mir keine Mühe, mich interessierte sehr vieles. Früh zeigten sich musikalische Talente, sportliche aber auch das Malen zeigte sich mit 15 Jahren.

Direkt ab der 3. Mädchensekundarschule absolvierte ich 1988/1989 ein Praktikumsjahr in einem privaten Pflegeheim im Tessin. Es war ein tolles Jahr am Lago Maggiore mit neuer Sprache, neuen Freunden, mit neuer Tätigkeit und viel persönlicher Freiheit. Es hat nicht viel gefehlt und ich hätte 16-jährig meine geplante Ausbildung im Tessin absolviert. Nur hätten meine Eltern dies wohl nicht zugelassen und ich absolvierte wie geplant das folgende Spitalpraktikum in der Deutschweiz. Wie drei meiner Schwestern hätte ich ebenfalls den Beruf der damals Krankenschwester erlernen sollen. Bei diesem Spitalpraktikum zeigte mein Weg aber in eine andere Richtung. Mich interessierten auch das Labor, Röntgen, Administration und so bekam ich kurzfristig noch einen Ausbildungsplatz als Medizinische Praxisassistentin. Es folgten 1 1/2 Jahre in St.Gallen und 1 Jahr Praktikum in einer allgmein-kardiologischen Praxis. Die Vielseitigkeit dieses Berufes sagte mir sehr zu: der langjährige Kontakt zu Patienten, Labor, Röntgen, Gipsen, EKG, Injektionen, Assistenz bei kleinchirurgische Eingriffen, Gynäkologie, Medikamentenabgabe, physikalische Therapien, Methadonprogramme, Administration etc. Im Jahr 1996 absolvierte ich die Lehrlingsausbildung und begleitete so nachfolgend noch einige Lehrlinge zu ihrem Abschluss.

Das spannendste jedoch war der Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen. Dazu kamen geregelte Arbeitszeiten, die für mein sportliches Hobby sehr wichtig waren. Von 1991 bis 2001 arbeitete ich in drei verschiedenen Praxen, davon 7 Jahre in Landarztpraxen Allgemeinmedizin und drei Jahre Kardiologische Spezialpraxis. Das physische Herz hat schon damals eine bestimmte Anziehung auf mich ausgeübt. Viele Jahre später folgte die Auseinandersetzung mit der Psychosomatik und die spirituelle Vernetzung mit dem feinstofflichen Herz.

Nach der Zwillingsgeburt 2001 war für mich eine externe Arbeit unmöglich, abgesehen von den Büroarbeiten des eigenen Holzbaubetriebes. Ich war sehr dankbar, dass ich die Zeit voll für meine Kinder da sein konnte. Eine rund um die Uhr Fremdbetreuung war nicht möglich, auch nicht im eigenen Umfeld. Die herausfordernde Situation mit dem Sondieren von Miniportionen, je nach Zustand von Christina, konnte niemandem zugemutet werden. Ihre Ernährung brauchte soviel Feingefühl: was, wieviel, in welcher Kombination, in welchen Zuständen sondiert werden durfte, das musste man intuitiv reinbekommen.

Doch gerade die schwierige Situation mit Christina zeigt mir in vielem auch auf, dass wir mit unserer westlichen Medizin oft nicht mit den bestmöglichen Mitteln unterwegs sind. Und oftmals wurde ich geradezu gezwungen, alternativmedizinische Wege einzuschlagen. Dadurch wurde meine Aufmerksamkeit auf die mittlerweile grosse Palette von krankenkassenanerkannten Methoden der Alternativ- und Komplementärmedizin gelenkt.

Ausbildung zum Dipl. Naturheilpraktiker (2013 bis 2017)

Erst nach meiner Scheidung 2012 (nach 21 Jahren Partnerschaft) und dem Ausstieg aus dem eigenen Geschäft (15 Jahre) ergeben sich die Möglichkeit der beruflichen Weiterbildung. Christina mittlerweile in der 4. Klasse, weg von der Sonde und komplett gesund. Mario mit seinem ebenfalls sehr wachen Wesen in der 2. Primarklasse. Die stimmige Familiensituation erlaubt mir als Alleinerziehende ein 4-jähriges Studium zum dipl. Naturheilpraktiker zu absolvieren. Nicht zuletzt dank meiner Eltern und einer Schwester, die in der selben Gemeinde wohnhaft waren. So kamen die Kinder eher spät noch in den Genuss ihrer Grosseltern. Und die Grosseltern genossen die beiden Enkel, was ja als Kleinkinder nicht möglich war.

In der Schweiz wurde die Ausbildung zum Naturheilpraktiker zu jener Zeit grad neu mit eidgenössischem Abschluss möglich und das Ausbildungsniveau wurde nochmals massiv angehoben. Es folgten drei Semester klassische westliche Medizin mit umfangreicher Anatomie, Physiologie, Pathologie, Pharmakologie, klassischer Anamnese, klassische Untersuchungsmethoden. Nach diesen drei Semestern erfolgte die Spezialisierung auf traditionell chinesische Medizin (TCM), traditionell europäische Naturheilkunde (TEN) oder Homöopathie. Mein Weg ging weiter mit der TEN, da damit auch die Phytotherapie mit europäischen und nicht mit chinesischen Heilpflanzen gelehrt wurde.

So folgten noch 5 Semester Humoralmedizin, Phytotherapie, Orthomolekularmedizin, Diätetik, Homöopathie, Kinesiologie, div. Ausleitverfahren wie z.B. Schröpfen, Massageausbildung bis zum dipl. Berufsmasseur, Fussreflexzontherapie, Ohrakkupunktur und diverse diagnostische Methoden wie Psycho- und Pathophysiognomik, Antlitzdiagnostik, Haltungsanalysen, Pulsdiagnostik, Irisdiagnostik, Zungendiagnostik, etc.

Nach Ende erfolgreicher Ausbildung im März 2017 eröffnete ich in meinem Eigenheim eine Praxis. Fast gleichzeitig erscheint im Sommer 2017 das erste von zwei Büchern, welche ich in den letzten beiden Jahren während des Studium geschrieben hatte. Und ebenfalls in jenem Sommer verlässt Christina die obligatorische Schule und beginnt mit öffentlichen Vorträgen und Projekten. Auch das ist kein Zufall. Mit ihrem Wirken als 16-Jährige in der Oeffentlichkeit bin ich plötzlich und unerwartet noch zu mehr als 100% engagiert. Mario zu dieser Zeit im letzten Schuljahr und die Praxis kann ich nicht wie geplant hochfahren. Es war damals schon fühlbar, dass für mich noch andere Tätigkeiten vorgesehen waren und die Ausbildung in TEN vor allem einer tieferen Vernetzung zum psychosomatischen Verständnis des Menschseins diente. Nur so konnte ich das spiritiuelle Wissen, welches in jenen Jahren durch Christina an mich herangetragen wurde, klar vernetzt und geerdet in die Bücher transportieren.

2018

Was für ein Jahr, es gäbe ein ganzes Buch darüber zu schreiben. Im März 2018 erscheint das zweite Buch und komplettiert den Riesenerfolg von Band 1 der Christina Reihe. Eine unfassbare Berührungswelle geht von den Lesern aus und die Zahlen beider Bücher explodieren förmlich im ganzen deutschsprachigen Raum. Ueber Monate führen die Bücher die Bestsellerlisten an. Der Verlag ist gefordert wie noch nie. Doch für das und die vielen damit verbundenen Anfragen für Lesungen und Auftritte fanden wir gar keine Zeit, es war auch nicht wichtig. Wichtig war die Botschaft in den Büchern und damit begann Christinas Lebensaufgabe.

Mit Christinas Wirken war ich 2018 mit allem Möglichen und Unmöglichem beschäftigt. Christina gründete Anfangs 2018 als bald 17-Jährige eine GmbH mit 4 Vollzeitangestellten. Möglich war das nur, wenn ich als gesetzlicher Vertreter die Geschäftsführung übernahm. Das war zwar etwas seltsam und dennoch war es klar ihre Berufung, wie andere Hochbegabte auch direkt erfolgreich im Sport oder in der Musik einsteigen.  Warum also sollte sie dazu nicht die Möglichkeit bekommen. Die Eventhallen mit ihren Tagesseminaren waren zu jener Zeit restlos ausverkauft und bescherten uns eine Unmenge von Arbeit. Zudem waren unzählige Meetings für verschiedene Projekte angesagt. Ihre Minderjährigkeit war im In- und Ausland mit unzähligen rechtlichen Hürden behaftet. Angefangen von der Firmengründung, Stiftungsgründung, Spezialregelung bei öffentlichen Auftritten bei Minderjährigen, Produktion von regelmässigen Fernsehsendungen, Reisen, diverse Projekte im Hintergrund. Im Endeffekt musste ich überall zustimmen und mehrheitlich auch präsent sein. Es war der Moment wo ich realisierte: meine ganzen Erfahrungen aus der Geschäftsführung unseres früheren Betriebes, die Teamarbeit in früheren Praxen und als Mitglied der Leitung des Berglaufnationalkaders, all diese Erfahrung waren zu jenem Zeitpunkt enorm wichtig. Es brauchte innert kürzester Zeit eine ganze Reihe von Fachpersonen in den Webbereichen, Eventbereich, Ticketing, tägliche Mailflutbearbeitung, Korrespondenz und Callcenter, Uebersetzer, Reiseorganisation und Begleitung für Christinas Meetings und Reisen, Berater in diversen Fachbereichen etc., die alle koordiniert werden mussten.

Mit ihrem 18. Geburtstag im April 2019 wollte Christina die Firmenleitung selber übernehmen. So konnte ich bis August 2019 meine Bereiche nach zwei hochintensiven Jahren übergeben und aus allen Projekten aussteigen, was sich richtig und auch stimmig anfühlte. Von nun an war ich einfach wieder Christinas Mama. Gleichzeitig beendet auch Mario bereits sehr eigenständig die Schule und für mich gab es zum erstem Mal in meinem Leben, Raum für meinen ganz eigenen Weg und meine Berufung. Es fühlt sich noch heute gut an, die Kinder auf ihrem Weg zu wissen und selber die aktuellen Lebensaufgaben zu erkennen. Gehen dürfen alle ihre Bestimmung und die damit verbundenen Lebensaufgaben selber, daran kann man auch als Mutter nichts ändern. Aber man darf achtsam begleiten, mit einer positiven Energie mittragend dahinterstehen und sie darauf aufmerksam machen, wenn sich etwas nicht stimmig anfühlt.

Mit der neugewonnen Freiheit kam ich 2019 zu einer weiteren Bestimmung und durfte nun endlich mein bereits begonnenes drittes Buchprojekt HERZ-EHTIK in Ruhe und ohne andere Tätigkeiten beenden. Das erfüllte mich mit grosser Freude. Da schwangen aber auch Freiheit, Unabhängigkeit und Eigenständigkeit mit. Mir wird in dieser Zeit ein neuer Lektor zugeführt und Anfangs Oktober auch ein neuer Verlag. Bereits zwei Monate später, im Dezember 2019, erscheint mein drittes Buch HERZ-ETHIK im neu gegründeten Licht-Herz Verlag in Zürich.